Antrag auf aufsichtsrechtliche Kontrolle
des Nationalen Wissenschaftszentrums und der Jagiellonen-Universität
Krakau, 30. Juli 2026. Heute habe ich beim Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen einen Antrag auf aufsichtsrechtliche Maßnahmen und Kontrolle nach Art. 426 Abs. 1 Nr. 1 und Art. 427 des Gesetzes über Hochschulwesen und Wissenschaft gestellt. Der Antrag betrifft zwei zusammenhängende Fragen: das Unterlassen der nach Art. 282 dieses Gesetzes vorgesehenen Maßnahmen durch die Organe der Jagiellonen-Universität sowie Unregelmäßigkeiten bei der Veröffentlichung der Liste der im Beschwerdeverfahren bewilligten Förderungen durch das NCN.
Der Antrag stützt sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Daten und auf die schriftlichen Erklärungen der Jagiellonen-Universität selbst vom 28. und 29. Juli 2026 (Az. 75.0162.67.2026), aus denen hervorgeht, dass der Prorektor für Forschung nach Erhalt der Stellungnahmen dreier Professoren keine weiteren Maßnahmen ergriffen hat: kein Verfahren eingeleitet, kein Bescheid erlassen, keine Institution unterrichtet.
Die beigefügte Dokumentation analysiert die vollständige Liste der von der Beschwerdekommission des NCN-Rats zur Förderung qualifizierten Anträge — 170 Positionen im Gesamtwert von 157.153.339 PLN — sowie sechzehn archivierte Fassungen dieser Liste. Daraus ergibt sich unter anderem, dass über siebenundzwanzig Monate hinweg, von September 2020 bis Dezember 2022, keine einzige Beschwerdeentscheidung in die öffentliche Liste aufgenommen wurde, und dass sechsundvierzig ausstehende Entscheidungen zu Wettbewerben der Jahre 2020–2025 erst zwischen März und November 2025 offengelegt wurden — genau zu dem Zeitpunkt, als die Tabelle um eine Spalte mit dem Wettbewerbsnamen ergänzt wurde.
Nachrichtlich: Büro des Ministers, Abteilung Hochschulwesen, Abteilung Wissenschaft, Abteilung Kontrolle und Audit.
Weitere Unterrichtung: Oberste Rechnungskammer (NIK), Zentrales Antikorruptionsbüro, Staatsanwaltschaft sowie der Norwegische Forschungsrat (Norges forskningsråd) wegen der Mitfinanzierung aus den Norwegischen Fonds.